Über die Wahl eines Buches
Am letzten Tag des sehr bescheidenen Jahres 2011 brachte ein etwas gestresster DHL Mitarbeiter meinen Kindle vorbei. Yeah! Ein E-Book Reader in meinem Haushalt. Ich bin wieder einen Schritt weiter in die Moderne vorgedrungen.
Also Kindle an die Steckdose, WLAN eingerichtet und fertig. Ja, das geht wirklich fix, vorausgesetzt man findet das Passwort für das WLAN wieder. So oft benötige ich das schließlich nicht. Und warum stand das nicht in 1Password? Egal, jetzt steht es auch dort.
Nun möchte man diesen Reader auch mal nutzen. Also Amazon aufrufen und nach einem Buch suchen. Ich hatte mich eigentlich für Harald Martenstein - Ansichten eines Hausschweins: Neue Geschichten über alte Probleme (kein Affiliate Link ;)) entschieden. Mir hatte die Rezension in der FAS gefallen, die auch schon am Samstag Nachmittag im Briefkasten lag. Aber Pech gehabt, das Buch gibt es nicht als E-Book für den Kindle. Stattdessen gibt es diesen tollen Hinweis:

Ich soll also den Verlag (C. Bertelsmann Verlag) informieren, dass ich das Buch in einem modernen Format lesen möchte. Bekomme ich dann dieses Format auch? Und wenn ja, wann? Vielleicht habe ich bis dahin kein Interesse mehr an dem Buch. Pech für den Verlag. Pech für Martenstein.
Naja, nicht unbedingt für Martenstein. Ich habe stattdessen ein älteres Buch von ihm gekauft: Der Titel ist die halbe Miete: Mehrere Versuche über die Welt von heute (wieder kein Affiliate Link). Ist ein anderer Verlag, btb Verlag.
Es stellt sich mir jetzt die Frage, ob ich zukünftig keine gedruckten Bücher mehr kaufen werde, sondern nur noch E-Books. Ich denke, dass das eher eine unbewusste Entscheidung wird. Nur, was geschieht mit den Verlagen und Autoren, wenn immer mehr Menschen so entscheiden werden wie ich? Nicht als E-Book erhältlich = existiert nicht?
Ich habe übrigens mal auf den Link geklickt.