I really hope Yahoo doesn’t fuck up Tumblr like it’s fucked up … well, every single thing it’s ever touched in the history of the universe.
“Vintage social networking.”
There are many days I’d like to go back to this.
Andere Märkte, deutlich andere Erfolgsfaktoren.
Google stellt zum 1. Juli den Google Reader ein. Damit verschwindet ein über viele Jahre zentraler Baustein im Feed/RSS/Atom Ökosystem. Was geschieht eigentlich ab diesem Zeitpunkt mit PubSubHubbub (PuSH) bzw. dem von Google betriebenen Hub, ein weiterer zentraler Baustein dieses Ökosystems?
Zur Erinnerung: PuSH ist ein offenes Protokoll, das die Auslieferung von RSS und Atom Feeds wesentlich beschleunigt, d.h. Blog Beiträge werden z.B. unmittelbar nach Veröffentlichung im Feed Reader angezeigt. PuSH wurde 2009 von Brad Fitzpatrick und Brett Slatkin bei Google im Rahmen eines 20% Projekts entwickelt.
Das Protokoll ist dezentral angelegt, d.h. jeder kann einen Hub betreiben, der die Kommunikation zwischen Publisher - also z.B. Blogbetreiber - und Abonnent übernimmt. Google hatte damals einen eigenen Hub zur Verfügung gestellt, der auch weiterhin noch betrieben wird. Allerdings ist dort schon seit Beginn des Projekts dieser Absatz zu lesen:
PubSubHubbub is just a protocol, not a service, but we’re running this as an open test server for anybody to use to help bootstrap the protocol. Feel free to publish to or subscribe from this hub. You can migrate in the future when you want to run your own hub server, or you can just keep using this one.
Ein Test Server, um das Protokoll zu verbreiten!
Neben dem Google Hub ist mir nur noch der Hub von Superfeedr als öffentlicher, frei zugänglicher Hub bekannt. Dieser kann bis zu einer Grenze von 10.000 Benachrichtigungen frei genutzt werden; mehr Benachrichtigungen kosten (nicht viel) Geld. Den Superfeedr Hub nutzt meines Wissens auch Tumblr; andere Blog Plattformen haben eigene Hubs, z.B. WordPress.com. Für selbst gehostete Blogs bleiben aber eigentlich nur Google und Superfeedr, die auch beide vom besten WordPress.org Plugin zum Thema von Hause aus unterstützt werden.
Zur Klarstellung: Bislang hat Google nicht verkündet, den PuSH Hub aufzugeben. Aber angesichts der Entwicklungen bei Google zum Thema Feeds/RSS/Atom (s.a. Schließung der Feedburner API), sollte man zumindest die Alternative(n) im Auge behalten.
Update: Lest auch den Kommentar von Julien Genestoux von Superfeedr.
Eigentlich wollte ich nicht mehr auf Inhalte von LSR-Unterstützern verlinken. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme.
Carsten Knop hat in der heutigen Ausgabe der FAZ über Amazon berichtet. Der Titel: Die Spinne im Netz.
Bei diesem Artikel bin ich mir nicht sicher, ob Knopf nicht weiß, worüber er schreibt oder ob er absichtlich unsauber argumentiert. Im Zweifelsfall und bei wörtlicher Auslegung wird man ihm nichts vorwerfen können. Aber lest selbst, alles im gleichen Absatz:
[Amazon] sammelt dabei enpassant seit Jahren Daten über die Einkaufsgewohnheiten seiner Kunden. [..]
[Bezos] kennt seine Kunden viel besser als traditionelle Einzelhändler.[..]
Aber Bezos ist schon wieder einen Schritt weiter: Er vermietet die Kapazität seiner Rechenzentren an Dritte. Er verdient Geld, indem er seine in der digitalen Datenwolke „Cloud“ vorgehaltenen Programme vermarktet, die Kundendaten auswerten.
Vielleicht sehe ich das zu kritisch. Aber Knop schreibt am Anfang des Absatzes, dass Amazon Daten seiner Kunden sammelt. Er geht dann über zur mysteriösen Cloud, wo Kundendaten auswertende Programme vorgehalten werden. Wer sich nicht auskennt, kann zu der Vermutung gelangen, dass Amazon fremden Firmen nicht nur seine Rechnerkapazitäten anbietet, sondern gleich auch noch die eigenen Kundendaten. Das steht schließlich alles in ein und dem selben Absatz.
Aber vielleicht geht es in dem Artikel auch nur darum, Knops Buch Amazon kennt dich schon zu bewerben, das die FAZ selbst heraus gegeben hat und das am Ende des Printartikels beworben wird. Ach ja, bei Amazon gibt es das Buch ebenfalls.