Neulich im Apple Store

Vor ein paar Wochen wollte mein MacBook Pro vom einen auf den anderen Tag nicht mehr starten. Der Bildschirm blieb grau, kein Anmeldescreen.

Also las ich mich auf meinem Smartphone durch einige Beiträge zum Thema und befolgte die Tipps. Aber kein Erfolg. Kurzerhand schnappte ich das Gerät und stattete dem Apple Store in Frankfurt einen Besuch ab.

Am Eingang stand bereits ein Typ herum, dem ich mein Problem berichten konnte. Tja, ich solle mal ein Stockwerk höher zur Genius Bar gehen und mich an den Mitarbeiter mit schwarzem iPad wenden. Der war dann auch nicht zu verfehlen, stand er doch mit seinem iPad mitten im Raum herum. Auch ihm erläuterte ich mein Problem. Seine Hilfe: Ich sollte mich an die kleine Mitarbeiterin schräg gegenüber mit dem iPad wenden.

Die Mitarbeiterin war im Kundengespräch, also wartete ich. Zum dritten Mal durfte ich dann mein Problem erklären. Sie glotzte auf ihr iPad, wischte hin und her und meinte schließlich, dass sie kurzfristig keinen Termin für mich frei hätte. Ich solle doch von daheim über die Webseite des Stores einen Termin vereinbaren. Komisch, kann ich den Termin nicht gleich an Ort und Stelle bei ihr vereinbaren? Nein, kann ich nicht.

Also bin ich wieder heim gefahren, Smartphone herausgekramt und versucht, einen Termin zu vereinbaren. Schließlich teilte mir die Webseite mit, dass im Frankfurter Store kein Termin frei ist. Nicht an dem Tag, der Woche, scheinbar nie. Hallo!?

Ich rief dann schließlich bei einem anderen authorisierten Apple Händler an. Ja, ich solle mal vorbei kommen. Also hin, Problem erklärt und das Gerät dort gelassen. Am nächsten Mittag teilte man mir die Lösung mit, präsentierte einen Kostenvoranschlag und erklärte, das Ersatzteil bestellen zu müssen. Naja, am folgenden Tag konnte ich das Gerät wieder abholen und war €80 ärmer.

Erfahrung im Apple Store: Wichtige Leute mit iPads, aber keine Hilfe.

Doch das verstörendste Detail überhaupt dürfte folgende Statistik für Ferguson sein: im Durchschnitt ergingen 2012 drei Haftbefehle und 321$ in Geldbußen an jeden Haushalt. Noch einmal: im Durchschnitt drei Haftbefehle und 321$ PRO HAUSHALT UND JAHR. Da wir bereits gehört haben, dass Schwarze in einem Verhältnis von 9:1 gegenüber Weißen verhaftet werden, dürften die realen Erfahrungen für die schwarze Bevölkerung noch wesentlich höher liegen.

The Network has to go underground. It may even have to go offline, slow down and get much smaller. Most importantly it’ll have to learn how to earn a living outside of the Stacks.

Stefan Sasse beschreibt an einem Beispiel das (falsche) Demokratieverständnis einiger Leute. Das lässt sich auch noch auf andere Themen wie Rechtsstaat (Vorsprache bei einer Behörde: “da kann man doch bestimmt noch etwas tun”. Nein kann man nicht. Sonst, siehe Sasse.), Gewaltenteilung, Marktwirtschaft,…

Vor der Wahlberechtigung benötigten einige Leute erst einmal eine mehrstündige Schulung, die ihnen die Grundzüge dieses Landes erläutert.

“Faulheit ist eine wunderbare, deeskalierende Eigenschaft.”

Aus der beliebten Reihe “Finde den Fehler in der Argumentation”
Kleiner Tipp: Es beginnt bereits unter 1.:

Ein vollwertiger SSH-Zugang, Perl, PHP, Python und Ruby, node.js, FastCGI, MySQL, CouchDB und MongoDB, Cron-Jobs, HTTPS und vieles mehr. Ein Feature-Set, das mir unglaublich viele Türen öffnet.

(via netzpolitik.org)

It’s also much, much less intrusive in social situations. Glancing at your wrist for a second to check an alert lets you stay more present in the conversation which is happening around you than ferreting around in your pocket, dragging out your phone, switching it on, checking whatever and putting it back. And of course with the phone, you’ve got the temptation to keep it on the table in front of you, glance at it, maybe see what Twitter is talking about… all of which breaks the social contact you’re having in the real world.

(via Magical Nihilism)

Facebook braucht seine Nutzer, um seinen Wert nicht zu verlieren. Wenn die Nutzer lieber Dinge privat teilen, dann reagiert es darauf. Das Vertrauen der Nutzer soll zurückgewonnen werden, damit weiterhin eine Kapitalisierung der Daten stattfinden kann.

Das ist jetzt vielleicht eine weit hergeholte Interpretation des o.g. Zitats, aber ich habe schon länger das Gefühl, dass sich hinter netzpolitischem und datenschutzrechtlichem Aktionismus oft auch Kapitalismuskritik versteckt. Man muss Kapitalismus nicht gut finden, aber dann sollte man das auch deutlich sagen.